Universal Test Target (UTT)

Einheitlicher Standard zur objektiven Qualitätsbeurteilung von Digitalisaten

Informationslogistik bedeutet Geschäftsprozesse. Einen wesentlichen Anteil daran haben Scans, die Basis eines ECM Systems sind. Deren Qualität entscheidet über den automatisierten Zugriff auf den Inhalt. Ebenso entscheidend ist die Qualität in anderen Bereichen wie Archiven, Bibliotheken, Museen, Plan- und Zeichnungserstellenden Unternehmen. Jegliche Information ist heute wichtig, deshalb ist eine nachvollziehbare Qualitätsbeurteilung, basierend auf Standards und Normen, international von Bedeutung. Angepasst an den aktuellen Stand der heutigen Technik bietet das im Herbst 2009 gelaunchte UTT (Universal-Test-Target) Sicherheit und Investitionsschutz. Ein offener Standard, verfügbar und nutzbar für alle verantwortungsbewusst arbeitende Unternehmen der Informations- und Bestandserhaltungsbranche, die sich für objektiv geprüfte Qualität aussprechen.

Qualitätsnachweis ohne Kompromisse
Einschlägige Standards werden umgesetzt, bestehenden Anforderungen zum Thema Qualität (z. B. NARA oder Metamorfoze) wird Rechnung getragen. Klar ist, nicht für alle Gerätehersteller gelten gleich hohe Anforderungen. Wer aber Optische Dichten von 2,4 nachweisen will, der muss mit den entsprechenden Targets arbeiten. Die UTT Spezifikationen sind jedoch offen, das heißt, es gibt die Möglichkeit bei geringeren Erfordernissen auch ein angepasstes Test Target zu verwenden.

Beispielsweise statt glänzend für Dichten bis 2,4 (fotografische Materialien, Gemälde etc.) kann für Dichtenachweise bis ca. 1,6 auch eine matte Version verwendet werden. Dann wohl wissend, dass Restriktionen bezüglich der universellen Verwendbarkeit bestehen. An den einschlägigen Messverfahren ändert dies nichts, diese bleiben gleich und sind jederzeit nachweis- und reproduzierbar. Die Bewertung der Ergebnisse ist stets in Zusammenhang mit den Anforderungen zu sehen. Wenn die Ansprüche, die ein Auktionshaus an Scans wertvoller Gemälde stellt, denen gleich zu setzen sind, die sich mit Dokumenten und OCR auseinandersetzen, dann würden wir die Gerätevielfalt nicht benötigen. Aber wir brauchen die Alternativen und wir brauchen auch eine objektive und reproduzierbare Qualtätsbestimmung von Digitalisaten, Scans.